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Christian Rohlfs

 

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Am Schanzengraben in Weimar

 

Öl auf Karton / Vellin um 1875-1885

Signiert: CR (links unten)

 

 

 

 

 

 

Maße: 61 x 45 cm mit Rahmen,

Rückseitig bezeichnet

 

Preis auf Anfrage                            

 

Nr: B 12/16

 

 

Christian Rohlfs, deutscher Maler, Professor, Dr.

geboren am 22. Dezember 1849 in Groß Niendorf, Kreis Segeberg -

gestorben am 8. Januar 1938 in Hagen.

 

Studium: Akademie Weimar 1870, 1874- 1900 bei Struys, Thumann

und Schauß. Rohlfs war Lehrer an der Akademie Weimar.

Mitglied der Akademie in Berlin und Düsseldorf.

Literatur: AKL, artprice, Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Scheidig.

 

1851 zog Rohlfs mit seinen Eltern nach Fredesdorf um. 1864 stürzte er von einem Baum und zog sich eine schwere Beinverletzung zu. Der behandelnde Arzt, Dr. Ernst Stolle, ein Schwager Theodor Storms, gab ihm gegen die Langeweile Zeichenmaterial und erkannte das künstlerische Talent des Jungen, den er fortan förderte. Ab 1866 besuchte Rohlfs das Realgymnasium in Segeberg. Auf Empfehlung Storms lernte Rohlfs 1870 in Berlin den Maler und Kunstschriftsteller Ludwig Pietsch kennen, der diesen wiederum an die Großherzogliche Kunstschule in Weimar empfahl, wo er bei Paul Thumann (Historien- und Figurenmalerei) eine Freistelle erhielt.

In dieser frühen Phase schuf er vor allem naturalistische Werke. Aufgrund einer erneuten Beinerkrankung (chronische Knochen- marksentzündung) musste 1873 ein Bein amputiert werden, 1874 nahm Rohlfs sein Studium wieder auf.

Ab 1884 war er freischaffender Künstler in Weimar und wendete sich zunehmend dem Impressionismus zu. 1886 verbrachte er auf Ein- ladung von Therese Heydenreich einige Monate als Gast auf dem Rittergut Hoof (Schauenburg) bei Kassel und malte dort einige Portraits der Familie und Ansichten vom Gutshaus. 1901 zog er

auf Einladung von Karl Ernst Osthaus nach Hagen, wo er an der Folkwangschule lehrte. In den Jahren 1904, 1905 und 1906 war Rohlfs zu Arbeitsaufenthalten in Soest. Die mittelalterlichen Kirchen und Gebäude der Stadt thematisierte er noch bis in die 20er Jahre in seinen Arbeiten.

Ab etwa 1910 ist Rohlfs eindeutig den Expressionisten zuzuordnen,

in dem Jahr wurde er in Darmstadt zum Jurymitglied des Deutschen Künstlerbundes gewählt. Zu seinem 75sten Geburtstag 1924 ehrte man ihn in Berlin mit der Mitgliedschaft in der Preußischen Akademie der Künste.

 

Bei seinen Motiven rückten in dieser Zeit Stadtansichten, Land- schaften und Architektur in den Mittelpunkt. Ab 1927 war er alljährlich – meist vom Frühjahr bis in den Dezember – in Ascona, wo er sich vor allem Pflanzen-Motiven widmete. Nach der Ausstellung „Entartete Kunst“ 1937 in München wurden zahlreiche Rohlfs-Arbeiten konfisziert, darunter aus dem damaligen Christian-Rohlfs-Museum in Hagen (heute Osthaus Museum Hagen) rund 450 Arbeiten. Am 13. September 1937 notierte Joseph Goebbels in seinem Tagebuch: „Mit Vetter Thema entartete Kunst. Er wollte Rohlfs in Schutz nehmen. Aber ich heile ihn.“ Der Künstler erhielt Malverbot und wurde

am 7. Januar 1938, einen Tag vor seinem Tod, aus der Preußischen Akademie der Künste in Berlin ausgeschlossen.

 

Als einer der wichtigen deutschen Maler des Expressionismus entwickelte er diesen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer selbständigen Form und arbeitete eine Zeit lang mit Emil Nolde zusammen. Die Farbe ist der bedeutendste Ausdrucksträger seiner Werke, vor allem Landschaften und Blumenstillleben. Christian Rohlfs war Vorstandsmitglied im Deutschen Künstlerbund sowie in der Künstlervereinigung Hagenring. Sein Grabmal in Hagen schmückt ein Abguss der 1931 von Ernst Barlach geschaffenen Plastik Der lehrende Christus. Einige seiner Werke wurden postum auf der documenta 1 im Jahr 1955 in Kassel gezeigt. Im Osthaus Museum Hagen ist ein Raum für ihn eingerichtet. Darüber hinaus ist im Hagener Stadtteil Haspe eine Schule, das Christian-Rohlfs-Gymnasium, nach ihm benannt.

In Soest ist die Christian-Rohlfs-Realschule nach ihm benannt.

 

(Text aus Wikipedia)

 

<< Fotos von zwei vergleichbaren Rohlfs-Gemälden aus den Jahren 1884 und 1878

 

Aus dem Buch "Christian Rohlfs" von Walther Scheidig,VEB Verlag der Kunst, Dresden 1965

 

 

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